Agenda 2026

donnerstag, 20. August 2026:
«SYSTEM & STRATEGIE»

09:05 Uhr
Eröffnung des Innovationsforums durch die Moderatoren

Session 1: Zwischen Marktkopplung und Versorgungssicherheit: Die Schweiz im europäischen Stromsystem

09:10 Uhr
Die Schweiz im europäischen Strommarktdesign

Urs Meister, Geschäftsführer, ElCom

  • Relevanz grenzüberschreitender Übertragungsnetzkapazitäten und des Handels für die Versorgungssicherheit
  • Effizienz von Markt und Wettbewerb im Kontext einer stärkeren Einbindung in die europäischen Marktmechanismen – das Beispiel der Regelenergie
  • Chancen einer vollständigen Marktöffnung als Element eines künftigen Strommarktdesigns
09:25 Uhr
Winterstromversorgung erhöhen: was müssen wir jetzt tun?

Lara Lück, Senior Energy Economist, Axpo

  • Elektrifizierung ist zentral für Dekarbonisierung des Energiesystems; Stromnachfrage im Winter steigt, Erzeugung sinkt.
  • Insbesondere Windenergie, neue Kernkraftwerke, Solarenergie und Gaskraftwerke können die Winterproduktion substanziell erhöhen; alle haben aber Vor- und Nachteile; Wasserkraft bleibt das Rückgrat der Schweizer Stromversorgung
  • Es braucht einen Mix an Technologien für die Schweizer Stromversorgung; es gibt verschiedene Wege, mit und ohne Kernkraft.
  • Egal welcher Weg – wir müssen handeln. Jetzt. Sonst bleiben nur steigende Stromimporte und ad-hoc Lösungen als letzter Ausweg
09:40 Uhr
Die Herausforderungen des Stromsystems in der Schweiz und Europa

Marc Rüede, Leiter Balance Group & Scheduling Services, Swissgrid

  • Die Energiewelt befindet sich im Wandel. Wie kann Swissgrid mit damit Schritt halten?
  • Dafür hat Swissgrid eine Balancing Roadmap für die Jahre 2026 bis 2030 erstellt
  • Bereits eingeführt wurde das Einpreismodell für die Ausgleichsenergie. Welchen Effekt hatte das in den ersten Monaten?
  • Warum braucht die Schwei ein Stromabkommen mit der EU?
09:55 Uhr
Diskussionsrunde: «SICHERHEIT, WETTBEWERB, INNOVATION – DIE STRATEGISCHE BALANCE DER SCHWEIZ»

Moderator:
Renato Marioni, Strategy & Transactions, Director, EY-Parthenon

Teilnehmer:innen
Urs Meister, Geschäftsführer, ElCom
Lara Lück, Senior Energy Economist, Axpo
Marc Rüede, Leiter Balance Group & Scheduling Services, Swissgrid
Carsten Wendt, Head of Strategic Sales DACH, SMA

10:30 Uhr
Networking Kaffeepause

Session 2: Disruption im Energiemarkt: Vom Versorger zur Plattform

11:10 Uhr
Flexibilität als Schlüssel für zukunftsfähige Energieversorger

Anne Bicking, CEO, gridX

  • Weshalb Kund:innenzentrierung zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Energieversorger wird
  • Wie Energieversorger neue Wertschöpfungspotenziale aus Flexibilität, Digitalisierung und Vernetzung erschliessen können 
  • Welche Bedeutung virtuelle Kraftwerke sowohl für Kund:innen als auch das Stromnetz haben
11:30 Uhr
Zwischen Innovation und Grundversorgung – wie lassen sich neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln, ohne die operative Realität eines Energieversorgers aus dem Blick zu verlieren?

Thomas Eglin, Leiter Digital Business, Primeo Energie

  • Energieversorger zwischen Innovationsdruck und Versorgungsauftrag
  • Digitale Geschäftsmodelle: Potenziale und blinde Flecken
  • Innovation im Einklang mit der operativen Realität
11:50 Uhr
Fundament für die Zukunft – EKZ's Enterprise Plattform in der Praxis

Sven Klingspor, Client Principal, Zühlke und Patrick Plösser, Leiter Data & AI, EKZ

  • Den Weg von der Datenstrategie bis zur skalierbaren Enterprise Plattform
  • Einblick in Konzept, Architektur und Implementierung 
  • Lessons Learned aus dem MVP und dem Übergang in den Skalierungsbetrieb
  • Konkrete Ergebnisse und Anwendungsfälle aus der Praxis 
  • Ausblick: Wohin führt die Plattform und was bedeutet das für die Energieversorgung von morgen?
12:10 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

Session 3: Effizienz als strategische Führungsaufgabe

13:50 Uhr
Neue Effizienzvorgaben für EVU: was jetzt Pflicht wird – und wie die Umsetzung gelingt

Simone Koch, Teamleiterin Förderung, Renera

  • Welche regulatorischen Anforderungen auf EVU zukommen und wo der aktuelle Umsetzungsstand heute tatsächlich steht
  • Chancen der Effizienzförderung für die Industrie und EVUs
  • Wie sich Effizienzmassnahmen administrativ, kommunikativ und operativ schlanker aufsetzen lassen
  • Welche Erfahrungen aus der Umsetzung bereits vorliegen – und welche Fehler sich vermeiden lassen
  • Was jetzt wichtig ist, um Anforderungen wirksam und mit vertretbarem Ressourceneinsatz umzusetzen
14:10 Uhr
Von der Pflicht zur Plattform: wie Energieeffizienz für Stromlieferanten zum Markt- und Kooperationsfeld wird

Céline Zosso, Leiterin Regulierungsstrategie, Programm éco21, SIG

  • Was mehr als 15 Jahre Programm- und Markterfahrung über wirksame Effizienzmodelle im Stromsektor zeigen
  • Welche Hebel Stromlieferanten wirklich in der Hand haben – und wo Zielerreichung in der Praxis an Grenzen stösst
  • Wie aus einzelnen Programmen ein offener Markt für Effizienzdienstleistungen entstehen kann
  • Welche Rolle gemeinsame Tools, Erfahrungsaustausch und kooperative Strukturen für die Skalierung spielen
  • Wie Kooperation, Erfahrungsaustausch und offene Strukturen helfen, Wirkung zu erzielen, ohne neue Parallelwelten aufzubauen

Podiumsdiskussion

14:30 Uhr
ENERGIEZUKUNFT SCHWEIZ

Moderator:
Heinz-Werner Hölscher, Partner Unternehmensentwicklung, BET Consulting

Teilnehmer:innen
Anne Bicking, CEO, gridX
Thomas Eglin, Leiter Digital Business, Primeo Energie
Sven Klingspor, Client Principal, Zühlke
Georg Meier, Head of Trade & Innovation, Renera Energy

15:10 Uhr
Networking Kaffeepause

Session 4: Vom Gasnetz zum Energiesystem - Dekarbonisierung, Sektorkopplung und der Gebäudepark als Transformationshebel

15:50 Uhr
Transformation des Energiesystems – das Zusammenspiel von Gas, Wärme, Kälte, Strom und E-Mobilität

Romeo Deplazes, CEO, Energie 360°

  • Start der Transformation ist erfolgt, jetzt ist konsequentes Dranbleiben gefragt
  • Das Zusammenspiel ist entscheidend, insbesondere in der Transitionsphase
  • Mit der Transformation des Energiesystems entstehen neue Geschäftsmodelle und neue Chancen
16:10 Uhr
«Wärme, Areale, Bestand – wie urbane Wärmetransformation im Gebäudepark wirtschaftlich skaliert wird

Evelyn Rubli-Stoll, Leiterin Geschäftsbereich Wärme, IWB

  • Systematischer Umbau der städtischen Wärmeversorgung von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren und klimaneutralen Lösungen
  • Basel Netto Null 2037: Ausbau des Fernwärmenetzes mit erneuerbarer Wärme und Stilllegung des Gasnetzes 
  • Energielösungen für nachhaltige Areale: Intelligente Kopplung von erneuerbaren Wärmequellen, Solarstrom, Speicher und intelligente Steuerungssysteme
16:30 Uhr
Diskussionsrunde: «VOM GASNETZ ZUM ENERGIESYSTEM»

Moderator:
Jens Bartenschlager, Gründer und CEO, Fidectus

Teilnehmer:innen:

Daniela Decurtins, Direktorin, VSG
Romeo Deplazes, CEO, Energie 360°
Evelyn Rubli-Stoll, Leiterin Wärme, IWB

17:00 Uhr
Zusammenfassung durch die Vorsitzenden und Ende des ersten Tages

Freitag, 21. August 2026:
«INNOVATION & UMSETZUNG» 

09:05 Uhr
Eröffnung durch die Moderatoren

Session 5: Digitale Infrastruktur und PROGNOSE – Der Weg zum vernetzten Energiesystem

09:10 Uhr
Hochaufgelöste Wetterprognosen für operative Entscheidungen im Energiesektor

Julie Villinger, Head of Meteorology, Meteomatics

  • Die zunehmende Volatilität erneuerbarer Energien erfordert deutlich präzisere Wetterprognosen als je zuvor.
  • Das hochaufgelöste Wettermodell von Meteomatics liefert meteorologische Daten in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung und bildet die Grundlage für Anwendungen im Energiesektor.
  • In Kombination mit datengetriebenen KI-Ansätzen ermöglicht es deutlich verbesserte Solar- und Windleistungsprognosen für operative Entscheidungen.
  • Die grossen Mengen hochpräziser Wetter- und Prognosedaten werden über eine leistungsfähige API effizient bereitgestellt und können in Echtzeit in bestehende Systeme und Prozesse von Versorgern integriert werden.
09:25 Uhr
Zukunftssimulation mit digitalen Zwillingen – Hype und Realität

Thomas Koller, CEO und Gründer, enersis suisse

  • Die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen, Speicher und flexibler Verbraucher erhöht die Komplexität im Energiesystem – isolierte Datenbestände und Einzellösungen erschweren jedoch eine übergreifende Koordination.
  • Eine interoperable Systemarchitektur verbindet Asset-, Netz-, Gebäude-, Prognose- und Marktdaten über standardisierte Schnittstellen in einem gemeinsamen digitalen Abbild und macht Zustände, Abhängigkeiten und Flexibilitätspotenziale transparent.
  • Durch die Verknüpfung von digitalen Zwillingen, Prognosen, Szenarien und Marktsignalen werden Daten in konkrete Entscheidungen und Prozesse übersetzt – von der Netz- und Infrastrukturplanung über die Bewertung von Anschlussbegehren bis zur koordinierten Nutzung verteilter Flexibilitäten.
09:40 Uhr
Wie Daten zu Entscheidungen werden – KI, Prognose und automatisierte Bewirtschaftung

Marina González Vayá, Head New Technology, Data & AI, EKZ

  • Praxisbeispiele aus der Energiewirtschaft
  • Von Daten und Prognosen zu Entscheidungen
  • Erfolgsfaktoren für die Skalierung von KI in Organisationen
09:55 Uhr
Diskussionsrunde: «VON DATEN ZU LÖSUNGEN – WAS BRAUCHT ES FÜR DIE UMSETZUNG?»

Moderator:
Jens Bartenschlager, Gründer und CEO, Fidectus

Teilnehmer:innen:

Julie Villinger, Head of Meteorology, Meteomatics
Marina González Vaya, Head New Technology, Data & AI, EKZ
Thomas Koller, CEO und Gründer, enersis suisse
Matthias Galus, Chief Digital Officer, BFE

10:30 Uhr
Networking Kaffeepause

Session 6: Energie auf Areal- und Gebäudeebene – Sektorkopplung praktisch gedacht

11:10 Uhr
Digitale Wertschöpfung für EVU: Wie Gebäude- und Gemeindedaten neue Geschäftsfelder für ZEV, vZEV, LEG, Wärme, Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher erschliessen

Leo Sasso-Clopath, CEO & Founder, geoimpact

  • Vom Potenzial zur Pipeline: Wie EVU mit Gebäude- und Gemeindedaten systematisch Projekte für ZEV, vZEV, LEG, Wärme, Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher identifizieren.
  • Workflows statt Bauchgefühl: Wie datengetriebene Prozesse die Leadgenerierung, Kundenansprache und Projektpriorisierung automatisieren.
  • Mehr Projekte mit weniger Aufwand: Wie Fachbereiche, Vertrieb und Planung dieselbe Datengrundlage nutzen und Medienbrüche reduzieren.
  • Von der Analyse zur Umsetzung: Wie die SEP.ask KI Mitarbeitende bei der Beantwortung komplexer Fragestellungen unterstützt und Entscheidungsprozesse beschleunigt.
  • Skalierbare Wertschöpfung für EVU: Wie standardisierte Prozesse die Entwicklung neuer Geschäftsfelder wirtschaftlicher, schneller und reproduzierbar machen.
11:30 Uhr
Das Energiequartier der Zukunft - Wie Strom, Wärme und Mobilität die Wohnungswirtschaft verändern

Sarah Roes, Partnerin Handel & Vertrieb und Johannes Hüllenkremer, Leiter Kompetenzteam Strategie & Kooperationen, BET Consulting

  • Gebäude werden zu zentralen Akteuren der Energiewende
  • Integration von Strom, Wärme und Mobilität
  • neue Geschäftsmodelle für Wohnungsunternehmen
11:50 Uhr
Vom Energiequartier zum smarten EVU-Produkt: ZEV, vZEV, LEG und flexible Tarife skalierbar abrechnen

Liliane Ableitner, Co-Founder & CEO, exnaton

  • Wie Energy Sharing, ZEV/vZEV, LEG und Prosumer-Tarife vom regulatorischen Modell zum skalierbaren EVU-Produkt werden 
  • Welche Rolle 15-Minuten-Daten, dynamische Zuordnung, Tariflogik und automatisierte Abrechnung für lokale Energieprodukte spielen 
  • Wie EVU dynamische Stromtarife, Smart Charging, HEMS und Flexibilität modular in bestehende Systemlandschaften integrieren können 
  • Wie White-Label-Portale, transparente Energiedaten und kundengerechte Kommunikation Akzeptanz und Vertrauen bei Endkund:innen schaffen
12:10 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

Session 7: FRISCHE IDEEN FÜR DIE ENERGIEWENDE: STARTUPS UND INNOVATIONEN IM FOKUS

13:50 - 14:10 Uhr
Von der Innovation zum Impact: das Energy Launchpad

Christian Schaffner, Executive Director, ESC ETH Zürich

  • Die Energiezukunft Europas erfordert Innovationen 
  • Drei führende Universitäten – die TU München, die ETH Zürich und die TU Wien – arbeiten mit Partnern aus der Industrie – Energie 360°, EnBW und Verbund – zusammen, um das Fachwissen, das Netzwerk und die Unterstützung bereitzustellen
  • Das Energy Launchpad bietet die Plattform, um Energieinnovation voran zu treiben
14:10 Uhr
From lab to industry: exploration of quantum (AI) for energy applications and beyond

Frederik Flöther, Chief Quantum Officer, QuantumBasel

  • Describe the current state of quantum computing
  • Outline use cases in the energy sector and beyond
  • Discuss why one should get quantum ready now
14:20 Uhr
The intelligent company: how data and physics re-shape the energy sector

Marco Muttoni, Co-Founder & Co-CEO, Elenir

  • From data to value through physics
  • How to communicate with data using AI agents
  • Use-case: district heating networks
  • The vision: building the company knowledge brain
14:30 Uhr
KI-Prognosen für Verteilnetze: Von Last- und PV-Daten zur operativen Entscheidung

Christian Dollfus, Founder & CEO, CEEX

  • Ein Modell reicht nicht: jede Situation individuell betrachten
  • Bessere Modelle durch Ensemble-Technik, Smart Lags und Webcam-Nebelerkennung
  • KI ist gut, Kontrolle ist besser: die Kunst der Interaktion mit der KI 
14:40 Uhr
Von der API zum Virtuellen Kraftwerk: Prognose, Orchestrierung und Aktivierung dezentraler Flexibilität in Gebäuden

Alban Maury, Country Lead Schweiz, Tilt Energy

  • Warum jetzt. Die Erschliessung von Flexibilität aus dezentralen Anlagenportfolios wird für Energieversorger von der Option zur Notwendigkeit, und die Reformen im Regelenergiemarkt 2026 öffnen die Tür: Ein Einheitspreisverfahren für die Regelenergie und die Senkung der Mindestgebotsgrösse von 5 MW auf 1 MW bringen aggregierte PV- und kleine dezentrale Anlagen in Marktreichweite.
  • Von der API zu verlässlicher Flexibilität. Herstellerunabhängige, direkte API-Integration über gewerbliche und private Anlagen hinweg (PV, Batteriespeicher, E-Fahrzeuge, HLK) macht Flexibilität verlässlich verfügbar und steuerbar.
  • Prognose, die die Marge schützt. KI-gestützte Kurzfristprognosen minimieren die Ausgleichsenergiekosten über gemischte Portfolios hinweg und übersetzen Prognosegenauigkeit direkt in Erträge.
  • Orchestrierung zum abrufbaren Virtuellen Kraftwerk. Aggregation, automatisierte Aktivierung und Abruf verwandeln tausende dezentraler gewerblicher und privater Anlagen in eine einzige verlässliche, marktfähige Ressource.
     
14:50 Uhr
Vom Anschlussgesuch zur Flexibilitätssteuerung: Wie Verteilnetzbetreiber mit einer gemeinsamen Datenbasis schneller entscheiden

Marco Thoma, Geschäftsbereichsleiter Smart Grid Operation Platform, VIVAVIS Schweiz

  • Eine Plattform statt Einzellösungen: Wie Netzplanung, Netzbetrieb, Metering und Flexibilitätsmanagement auf einer gemeinsamen operativen Datenbasis zusammenarbeiten.
  • Praxis aus mehreren EVU-Projekten: Vom Anschlussgesuch über Netztransparenz und Lastfluss bis zur Flexibilitätssteuerung.
  • Bestehende Systeme weiter nutzen: GIS, Messdaten und Steuerinfrastruktur integrieren, Bearbeitungszeiten verkürzen und Investitionsentscheide fundierter treffen.
15:00 Uhr
Ende der Veranstaltung